Der Studiengang ist etwas für Sie, wenn Sie ...
- Empirisch untersuchen möchten, wie Wissenschaft und Technologie in der Praxis entstehen – nicht als Abstraktionen, sondern als alltägliche, situierte Leistungen (z. B. durch ethnografische Beobachtungen von Laboren, Algorithmen oder regulatorischen Infrastrukturen);
- Sich dafür interessieren, Technologien der Governance, Wissensproduktion oder des Ausschlusses zu analysieren, indem Sie Methoden wie Feldforschung oder Diskursanalysen wissenschaftlicher, politischer oder medialer Texte anwenden;
- Den Wunsch haben, mit vielfältigen Akteurinnen (Wissenschaftlerinnen, Bürokratinnen, Aktivistinnen oder marginalisierten Nutzerinnen) als Mitproduzentinnen von Wissen zusammenzuarbeiten, anstatt sie lediglich als „Objekte“ der Forschung zu betrachten;
- Von den epistemischen Politiken des Lesens und Schreibens fasziniert sind – sei es durch die Auseinandersetzung mit STS-Forschung, juristischen Fällen, politischen Dokumenten oder genreübergreifenden Werken (Science-Fiction, Poesie, Manifeste) – und Wege entwickeln möchten, um sichtbar zu machen, was dominante Narrative verschleiern;
- Wert auf eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den Handwerken der empirischen Sozialforschung (aufmerksames Zuhören, langsame Beschreibung) und der akademischen Argumentation (die eigene Position sichtbar machen, Lücken in dominanten Erzählungen aufzeigen) legen;
- Einen BA in einem beliebigen Fach – von Anthropologie über Ingenieurwissenschaften bis hin zu Physik – besitzen (oder kurz vor dem Abschluss stehen) und bereit sind, disziplinäre Orthodoxien zu hinterfragen;
- Engagement mit qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden nachweisen können – sei es durch Studienleistungen, aktivistische Forschung oder eigenständige Feldarbeit (z. B. Medizinstudierende, die Interviews mit Patientinnen führen, um die Regulierung von Arzneimitteln zu untersuchen).
Wir freuen uns über Bewerberinnen, die das Außergewöhnliche im Alltäglichen sehen: Infrastrukturen, die so allgegenwärtig sind, dass sie aus dem Blick geraten, aber dennoch alles prägen.